Do. Mai 23rd, 2024

Kurzurlaub Mallorca Mai 2023:

Im Mai 2023 ging‘s nach Mallorca, diesmal mit festem Standort in Port de Soller.

1. Tag: Mit dem „Roten Blitz von Palma nach Soller“. Nach frühem Flug, wählten wir den historischen Zug von Palma nach Soller, mit dem wir schon immer mal fahren wollten. Die alte historische Bahn wurde 1912 gebaut und rattert gemächlich von Palma über Bunyola Richtung Tramuntana und danach nach Soller. Wirklich ein Erlebnis! Dann „Sight Seeing“ in Soller mit kurzem Besuch der Picasso Ausstellung und kleiner Wandertour nach Port de Soller. Einchecken im Hotel Eden und dann noch ein Hafenspaziergang. Leckeres Abendessen und früh zu Bett ( immerhin waren wir um 3:30 Uhr aufgestanden). Ein super Start ins verlängerte Wochenende … wir, das sind mein Mann Klaus-Martin und ich. Fazit des Tages: Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn…

2.Tag: Von Binairaix zum L‘Ofre und zurück und anschließend über Fornalutx wieder nach Port de Soller, 25 km, 1300 hm, 6:40 h

Track zur Tour

Nach einem gemütlichen Frühstück ging’s los und wir ließen uns mit dem Taxi nach Binairaix fahren. Von dort startete unsere Wanderung. Wir folgten dem Wegzeichen GR221 Richtung Cuber Stausee bis zum Coll de L‘Ofre auf dem Barranc de Binairaix. Dieser schöne alte gepflasterte Pilgerweg ist einfach nur traumhaft schön: Immer wieder tun sich herrliche Blicke auf Soller und Port de Soller auf, Felsen rechts und links und immer wieder kleine alte Steinbrücken. Grandios auch immer wieder der markante „Cornador Gran“ 956 m), der über diesen Weg auch erwandert werden kann.

Vom Coll de L‘Ofre ging’s rechts um den Berg herum fast eben, bis ein Wegweiser den letzten Aufstieg zum L‘Ofre anzeigte. Oben gab es eine verdiente Pause nach 1000 hm und gratis ein herrliches Rundumpanorama: Auf der einen Seite der Cuber Stausee und die Tramuntana Richtung Norden, dann der Blick auf Port de Soller und auf der anderen Seite der Blick ins Landesinnere und bis nach Palma! Sogar die Kathedrale in Palma konnten wir erkennen.

Für den Abstieg wählten wir die Nordseite über den Coll des Cards und umrundeten dann den Berg von der anderen Seite. Wieder am Coll de L‘Ofre angekommen, ging’s auf dem Barranc de Binairaix bei traumhaftem Wetter, aber nicht zu heiß, wieder zurück nach Binairaix. Dort gab es eine Stärkung in der Bar Bodega und dann ging’s über Fornalutx auf dem Cami de sa Figuera zurück nach Port de Soller. Abends schmeckte dann das Abendessen besonders gut! Die Tramuntana hatte sich mal wieder von ihrer traumhaft schönen Seite gezeigt. Fazit des Tages: Eins, zwei, drei marschieren wir, in schnellem Lauf, den Berg hinauf …

3.Tag: Von Cala Tuent über den Mirador de ses Barques nach Port de Soller, 16,3 km, 730 hm, 4:16 h

Track zur Tour

Die Wanderung startete mit einem besonderen Erlebnis. Am Vortag war das Boot in die Cala Tuent wegen schlechtem Wetter nicht gefahren und als wir zum Ticketschalter kamen, hieß es: „Keine Bootsfahrt wegen Sturm.“ Da die Crew aber fleißig am „Werkeln“ war, fragten wir nochmal nach und erfuhren, dass das Boot fahren würde, aber nur die Crew, ohne Passagiere! Wir konnten dann die Dame am Schalter überzeugen, dass wir trotz hohem Wellengang gerne nach Cala Tuent mitfahren würden und, falls das Boot nicht anlegen könnte, halt wieder mit zurück kommen würden! Gesagt, getan!

hoher Wellengang

Wir erlebten eine Sturmfahrt und hielten tapfer durch, ohne seekrank zu werden! In der Bucht „Cala Tuent“ konnten wir an Land gehen … wir Zwei ganz alleine, sonst sind es bis zu ca. 200 Passagiere! Das war schon ein besonderes Erlebnis! Wir wanderten dann den uns bekannten Weg an der Küste entlang und dann durch Steineichenwald bis zur Finca Balitx d‘Avall (leider geschlossen und keine Einkehr mehr möglich)

Von dort ging es aufsteigend durch viele schöne alte Olivenhaine und oft auf gepflastertem Weg, bis zum Aussichtspunkt „Mirador de des Barques“. Dort hatten wir uns dann eine Einkehr mehr als verdient!

Der Rückweg nach Port de Soller ging wieder über den Cami de sa Figura. Bei so viel Wandereifer schmeckte auch an diesem Abend das Abendessen super und das Sandmännchen hatte keine Mühe, uns süße Träume zu bringen. Fazit des Tages: Eine Seefahrt, die ist lustig!

4. Tag: Von Port de Soller nach Deia und zurück, 23,6 km, 707 hm, 5:47 h.

Track zur Tour

Es hatte die ganze Nacht geregnet und auch am Morgen beim Frühstück tröpfelte es noch, aber die Wetter App verhieß uns gutes Wetter und so starteten wir zu unserem Wandertag.

Blick nach Port de Soller

Wir wollten nach Deia laufen und wieder zurück. Beim Hinweg wählten wir den GR 221, er führte erst über einen schönen alten gepflasterten Weg immer bergauf bis zu einer Hochebene, dann durch alte Olivenheine an einem schönen alten Landgut vorbei, über die Landstraße und zur Finca Son Mico, wo man super einkehren kann.

Aber wir ließen die Einkehr links liegen, um einfach erst mal Strecke zu machen und wanderten dann durch herrlichen Steineichenwald immer parallel zur Küste auf Halbhöhenlage bis nach Deia, dort erfrischten wir uns in einer kleinen Bar mit einem leckeren Getränk, liefen dann Richtung Cala Deia und kurz vor der Badebucht bogen wir rechts ab in den Wanderweg, der dann sehr meernah (ca 100m über dem Meeresspiegel), sehr schmal und ausgesetzt, in leichtem auf und ab, wieder zurück führte.

Cala Deia

Wir sind den Weg schon öfters gelaufen und haben ihn deshalb auch gut gefunden, wer diesen Weg aber noch nie gelaufen ist, sollte wirklich sehr aufmerksam sein, um nicht zu nah an die Steilküste zu geraten. Immer wieder gut auf Steinmännchen, Farbmarkierungen und Holzschilder achten!

Am Restaurant Bens d’Avall ging es dann auf eine kleine Landstraße (Achtung: trockenes Bachbett wird über eine alte Steintreppe durchquert!), die stetig bergauf führte. Und oben kamen wir dann wieder auf den GR 221, der uns wieder zurück nach Porto de Soller führte.

Morgens hatte ich uns ein leckeres Baguette mit Schinken und Käse gekauft und als wir das mit Blick auf die Bucht Cala Deia verspeisten, überraschte ich Klaus-Martin mit einem kühlen Bier, und für mich gab es einen Prosecco. Klaus- Martin fragte: „Was feiern wir denn heute?“ und ich antwortete: „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen.“ Ich war in diesem Moment dankbar berührt von all der Schönheit, die mich umgab, dankbar berührt, dass ich gesund und fit bin, solche Touren zu machen. War dankbar berührt, einen lieben Partner an meiner Seite zu haben und musste an viele schöne Dinge denken, die mein Leben reich machen. Dafür kann ich schon mal mein Prosecco Fläschchen erheben und das Leben feiern!

Am frühen Nachmittag kamen wir wieder im Hotel an und Klaus-Martin genoss noch einen Badestop und ich eine Mittagspause. Wer hätte das gedacht? Am Abend schmeckte uns das Abendessen wieder super lecker und an dieser Stelle ein Riesenlob an das Hotel Eden! Super Frühstücksbuffet, geniales Abendessen, schöne Zimmer, klasse Pool … Hotel Eden, wir kommen gerne wieder!., Fazit des Tages: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!

Super Eisdiele an der Uferpromenade

5. Tag: Von Port de Soller zum Torre Picada, kleine Vormittagsrunde, 6 km, 194 hm, 1:20 h

Track zur Tour

Der Rückflug ging erst abends und so machten wir morgens noch eine kleine Wanderung zum Torre Picada.

Danach gab’s noch einen kurzen Ausflug zum Strand und ein leckeres Mittagessen und dann traten wir unsere Busfahrt Richtung Flughafen an, allerdings mit einem Abstecher über Valldemossa. Unser Flugzeug erreichten wir dann auch noch pünktlich. Wir waren ein wenig traurig, dass diese Zeit so schnell rum ging, aber auch erfüllt und dankbar für all das Schöne, was wir erlebt haben. Fazit des Tages: Carpe diem! Pflücke den Tag!

Wir machen ja schon seit vielen Jahren Urlaub auf Mallorca, immer wieder in der Tramuntana und haben schon so manches wunderbare Ziel erwandert. Die Tramuntana wird einfach nie langweilig, wir entdecken immer wieder neue, traumhaft schöne Stellen und genießen diese Insel in vollen Zügen. Wir freuen uns an den freundlichen Menschen, an der wunderbaren Natur mit all den Zitronen- und Orangenbäumen mit Feigen und Blüten und traumhaften Panoramen.

Wer zu Mallorca und „wandern auf Mallorca“ Fragen hat, schreibt mir doch einfach einen Kommentar. Ich freue mich über euer Feedback.

Mit diesem Wanderführer laufen wir viele Touren
Ein Gedanke zu „Wandern und Genuss auf Mallorca“
  1. Liebe Frau Uhl,
    wegen ich das lese, wünsche ich mir, mit meiner Frau in Soller auf dem Placa de sa Constitucio eine torta mallorquin zu essen und einen frisch gepressten zumo de naranja zu trinken. Wenn dann noch eine Orange auf den Kopf fällt, ist das Glück perfekt.
    Viele Grüße und eine tolle Reise
    Rainer Stoll

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