Do. Feb 22nd, 2024

Dschungelgrün und Zelten am Bach

Tourentelegramm 1.Etappe: Von Hendaye nach Olhette, 24,5 km, 6:00 h, 850m ⬆️, 800m ⬇️

Bei der ersten Etappe GR10 erlebten wir am Ende gleich mal eine Überraschung: Die Gite d’étape, wo wir reserviert hatten, erlaubte keine Hunde, noch nicht mal auf dem Grundstück. Platzverweis, könnte man sagen, was tun? Ich zog mit Rucksack und Rosa wieder los, Marta blieb in der Unterkunft, und wir verabredeten, ich würde mich melden, wenn ich wüsste, wo ich schlafen würde. Ich fragte dann Anwohner nach einer Möglichkeit zu zelten, und sie erklärten mir, wo ein Biwakplatz sei. Der lag direkt am Bach, mit kleiner Wiese für das Zelt, umgeben von Bäumen. Ganz in der Nähe war ein Bauernhof und so war ich umgeben von Kuhgeläut und Hühnergegacker … ganz so, wie ich es mag. Ich schlug mein Zelt auf und die Enttäuschung verwandelte sich schnell in große Freude und Erleichterung. Das war wirklich ein wunderbarer Platz zum schlafen.

Zum Abendessen ging ich dann in die Herberge und dort konnte ich auch frühstücken, so war ich trotzdem gut versorgt. Ich habe in meinem Zelt, gemeinsam mit Rosa, super gut geschlafen. Und das war eine Premiere, denn gemeinsam in diesem Minizelt zu schlafen, das hatten wir noch nicht getestet, aber es hat funktioniert. Doch nun von Anfang an: 

Die erste Etappe startete an der „Starttafel“ des GR10, gegenüber vom alten Casino!

Dann ging es an der Strandpromenade Boulevard de la Baie de Chingudy entlang und später, stets leicht ostwärts aufsteigend, aus Hendaye heraus und dann weiter aufsteigend auf einem breiten, steinigen, alten Karrenweg, später auf schmalem Pfad zum Col de Poiriers. Der Weg war gesäumt von großen Farnen … hier grasen die Kühe nicht auf der Wiese sondern im Farn! Oft tauchen ihre Köpfe im hohen Farn unter.

Später ging es dann auf einem Waldweg weiter, der Wald war dicht und grün, meist Laubwald, viele alte Eichen, dazwischen wieder viele große Fahne. Ich fühlte mich wie im Dschungel. Wir erreichten die Ventas d‘Ibardin, die direkt an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich liegen, und bei der sich Shops und Restaurants und kleine Buden aneinanderreihen. Hier war früher sicher ein großer Schmuggelplatz, und heute herrscht ein großes touristisches Spektakel. Ein erfrischendes Getränk nahmen wir gerne, aber dann waren wir auch froh, diesen belebten Platz wieder zu verlassen, mit all seinen Restaurants und Shops.

Der letzte Abschnitt, bevor wir Olhette erreichten, führte dann wieder durch dichten Wald und immer am Bach entlang, mit Vogelgezwitscher umgeben und Bachrauschen. Das war traumhaft schön. Zwischendurch gab es immer wieder wunderschöne Ausblicke zum Atlantik. Wir kamen müde und platt an der Gite in Olhette an, aber dann ging ja erst mal die Suche nach dem Biwakplatz los, aber das wisst Ihr ja schon! Alles in allem ein super Start ins Abenteuer GR10!

Keine Sorge, ich werde nicht jeden Tag so viel erzählen! Aber so ein erster Wandertag hat es ja auch verdient! Oder? Freue mich auf eure Kommentare!

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4 Gedanken zu „GR10 – Startetappe“
  1. Wow, spannend! Da hat sich ja das Mitschleppen des Extrakilos (Zelt) gleich bezahlt gemacht. Mögen die weiteren Gites in der Mehrzahl hundefreundlicher sein!

    1. Ja, das mit dem Zelt ist wirklich super. Ich habe es jetzt schon zum zweiten Mal gebraucht. Gut, dass ich es dabei habe. Wir sind weiterhin munter unterwegs!

    1. Beim zweiten mal Zelten, konnte ich Rosa davon überzeugen, dass sie draußen bleibt. Das schlief es sich noch besser 😅. Liebe Grüße!

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